DIE ARCHETYPEN

Die 12 Archetypen in den Rauhnächten

Woher kommen die Archetypen?

Immer mehr Menschen sind auf der Suche nach sich selbst und erforschen ihren inneren Wesenskern mit der Unterstützung von Therapien, Coachings oder zahlreichen spirituellen Praktiken. Ein wunderbares und sehr elementares Hilfsmittel ist die Arbeit mit den archetypischen Ebenen. Der Begriff des Archetypus wurde von Carl Gustav Jung in die Psychologie eingeführt, den er aus der griechischen Mythologie übernahm.

Die Archetypen in den Rauhnächten

1. Rauhnacht - Archetyp: Die wilde Frau

Die wilde Frau
(24./25. Dezember)

Diese ist lebhaft, eigenwillig, verrückt und kann zuweilen auch mal widerspenstig sein, denn die wilde Frau genießt das pure Leben. Sie feiert die eigene Weiblichkeit und räumt sich dafür die nötigen Freiräume ein. Die wilde Frau ist stark mit der Erde verbunden und fühlt sich unabhängig und frei.

Die Kriegerin
(25./26. Dezember)

Der Archetyp die Kriegerin aktiviert in uns die Fähigkeit, unseren eigenen Standpunkt einzunehmen und diesen zu vertreten. »Standfestigkeit«, »Durchhaltevermögen« und »Selbstschutz« sind wichtige Aspekte der Kriegerin. Sie kann eigene Stärken und Schwächen sowie die ihres Gegenübers genau einschätzen.
2. Rauhnacht - Archetyp: Die Kriegerin
3. Rauhnacht - Archetyp: Die Priesterin

Die Priesterin
(26./27. Dezember)

Die PRIESTERIN ist eine sehr lebenserfahrene Frau und sie hat ihre ureigene Magie und Mystik entdeckt. Ihre besondere Gabe ist es andere Menschen zu unterstützen. Ihr Prinzip ist etwas Höherem zu dienen, ihre wahre Stärke ist die Barmherzigkeit und die Fähigkeit zur bedingungslosen Liebe.

Die Mutter
(27./28. Dezember)

Der Mutter-Archetyp steht für Fruchtbarkeit und Schutz und repräsentiert den Aspekt des Schöpferischen. Aus der Mutter geht Leben hervor, gleichzeitig verbirgt sich dahinter auch die dunkle Seite des Todes, denn eine Geburt kann auch mit dem Tod enden.
4. Rauhnacht - Archetyp: Die Mutter
5. Rauhnacht - Archetyp: Die Weggefährtin

Die Weggefaehrtin
(28./29. Dezember)

Dieser Archetyp zeichnet sich durch Ehrlichkeit, Loyalität, Vertrauen, Verständnis und Wohlwollen aus. Eine Weggefährtin ist eine gute Freundin, eine Verbündete, eine Schwester auf der Seelenebene. Weil sie ihre eigene Weiblichkeit wertschätzt, ist sie gerne mit anderen Frauen zusammen.

Die Heilerin
(29./30. Dezember)

Die erwachte Heilerin ist eine wundervolle Seelenbegleiterin, die Kranken und hilfsbedürftigen Wesen hilft, wieder auf den Weg der Heilung zu gelangen. Sie ist eine Medizinfrau, Schamanin, Seherin und Wahrsagerin. Dieser weibliche Archetyp ist mystisch, weise und lebendig.
6. Rauhnacht - Archetyp: Die Heilerin
7. Rauhnacht - Archetyp: Die Heilerin

Die Liebende
(30./31. Dezember)

Die Liebende ist der Archetyp, der mit Liebe, Schönheit, Berührung, Zuwendung, Zärtlichkeit, Sexualität und Sinnlichkeit in Verbindung steht. Die Liebende ist an kein bestimmtes Lebensalter gebunden. Eine junge, eine reife und auch eine ältere Frau kann zu einer sinnlichen Geliebten werden.

Die Künstlerin
(31. Dezember/01. Januar)

Die Künstlerin ist eine intuitive und kreative Frau. Über Ihre Träume erhält sie Zugang zu ihrem tiefen inneren Wissen. Meist in der Nacht ist die Künstlerin aktiv und auch im Schlaf empfängt sie wichtige Botschaften, Hinweise und Visionen, die es gilt in eine reale Form zu bringen.
8. Rauhnacht - Archetyp: Die Künstlerin
9. Rauhnacht - Archetyp: Die Jungfrau

Die Jungfrau
(1./2. Januar)

Dieser Archetyp hat für uns Frauen eine besondere Bedeutung, denn wir alle waren in der Vergangenheit das junge und unschuldige Mädchen. Die Jungfrau entspricht dem jungen Mädchen, der Jugendlichen, die gerade auf dem Weg ist, zu einer Frau heranzureifen.

Die alte Weise
(2./3. Januar)

Dieser Archetyp ist in jeder Frau enthalten, egal, wie alt sie auch ist. So kann das Urbild der weisen Alten auch schon in einem Kind oder einer jungen Frau stecken, wie auch umgekehrt in der weisen, alten Frau immer das Kindliche und die Energie der jungen Frau existieren.
10. Rauhnacht - Archetyp: Die alte Weise
11. Rauhnacht - Archetyp: Die Wandlerin

Die Wandlerin
(3./4. Januar)

Dieser Archetyp ist wie eine lebendige und nährende Quelle, denn ihre kraftvolle und transformative Energie ist in allen anderen Urbildern enthalten. Unser Leben ist geprägt von ständigen Veränderungen und das ist, was die Wandlerin uns lehrt: „Nichts bleibt, wie es war, alles wandelt sich ständig“.

Die Königin
(4./5. Januar )

Dieser Archetyp ist aufrecht, aufgerichtet und gesteht sich die eigene Würde und Einzigartigkeit zu. Die Königin weiß um ihre Selbstachtung und Macht, ohne sie auszunutzen. Sie führt und regiert, ohne „herrschen“ zu wollen.
12. Rauhnacht - Archetyp: Die Königin

ARCHETYPEN - URBILDER DER SEELE

Das Modell der Archetypen gehört zu den Grundpfeilern der Analytischen Psychologie. Der Begriff des „Archetypus“ wurde von Carl Gustav Jung in die Psychologie eingeführt, den er aus der griechischen Mythologie übernahm. Ein Archetypus ist ein vorhandenes Bild, das sich vor allem in Mythen, Märchen und Träumen ausdrückt. Es sind Ur-Symbole oder Ur-Muster, die weltweit in allen Kulturen übereinstimmen und tief im Unterbewusstsein eines jeden Menschen verankert sind. Es sind "innere Persönlichkeitsanteile" die durch Kindheitserlebnisse, Sozialisation und durch die Prägung der Familie und Gesellschaft meistens verzerrt wurden.

Archetypen sind „Geschöpfe der Seele“, die nicht buchstäblich zu verstehen sind, sondern eher symbolisch und mystisch. Sie sind weder geistige Führer noch Entitäten (Daseinsformen) mit denen wir eine interaktive Beziehung führen. Archetypen reagieren weder auf Gebete, noch geben sie uns eine persönliche Anleitung. Sie sind Bewusstseinsmuster aus denen sich unser menschlicher Wesenskern zusammensetzt. Sie bergen Kräfte, Ressourcen und Potentiale, die wir nicht über den Verstand und das Denken, wohl aber über die Seele und „das Fühlen“ erfahren können.

Sind die Kräfte der einzelnen Archetypen einmal integriert, stehen sie uns in jeder Lebenssituation in der wir sie benötigen automatisch zur Verfügung. Archetypische Kräfte im Alltag zu nutzen, bereitet große Freude, denn keine dieser Ur-Kräfte sind uns fremd, sondern Teil unserer Persönlichkeit und Grundmuster instinktiven Verhaltens. Die Kraft der weiblichen Urbilder wirkt teils bewusst, teils unbewusst in jeder Frau. Jedes Bild stellt eine Entwicklungsstufe mit Aufgaben dar, die uns unser Potenzial bewusst macht. Jeder weibliche Archetyp lebt und agiert auf ihre Art und Weise. Sie beinhalten viele Anteile, Aspekte und zeigen verschiedene Facetten auf, die bereits jeder Frau innewohnen.

Alle deine Archetypen können verborgene Kräfte in dir wecken und dir dabei helfen, deine Einzigartigkeit zu entdecken und wahre Erfüllung im Leben zu erlangen. Erlaube dir deinen innewohnenden Mythen Ausdruck zu verleihen, damit du aus der ganzen Fülle des Lebens schöpfen kannst. dich mit den Fähigkeiten und Qualitäten der 12 weiblichen Archetypen bekannt zu machen, sie zu spüren und zu integrieren, ist der Sinn und Gewinn der Archetypenarbeit. Das Ziel ist eine neue Einstellung zur eigenen Weiblichkeit und Freude am Frau Sein zu finden.

Begegnung mich sich selbst

Ich kann das Buch sehr empfehlen. Unmittelbar in der Phase, als ich meine Mutter beim Sterben begleitet habe, war mir das Buch von Sandra Waldermann-Scherhak eine emotionale Tragfläche, die massiv und stabil wie Beton wirkte, mich dabei aber in Weichheit und wie auf Wolken der Liebe gebettet, trug. Die Authentizität der geschriebenen Worte, der Feinsinn für Sprache und das fundiertes Wissen der Autorin, machen das Buch zu einem wunderbaren Gesamtwerk.

Ich bedanke mich herzlich für die Erschaffung und freue mich auf weitere Werke von Frau Waldermann-Scherhak.

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